Sonntag, 3. Februar 2013

Florian Popp - Fern wie die Zeit

"So fühlte sich also der Tiefpunkt des Lebens an – du rufst einen Freund zur Hilfe, der dir nichts, aber auch gar nichts mehr schuldet, nur um deine Haut zu retten. Du hast keine Ahnung, wie du die nächste Monatsmiete für dein Büro aus der Tasche leiern sollst, von der für deine Wohnung ganz zu schweigen. Dein Wagen ist hinüber, dein Mädchen ist vor ein paar Wochen weggelaufen, und die Aussicht darauf, dass doch noch ein herrenloser Taler anrollt und sich an deiner Backe reiben möchte, ist mehr als mäßig. Nicht übel. Ich hatte schon in schlimmeren Situationen gesteckt. Dennoch machte mich dieser gedankliche Ringelreihen ziemlich fertig.
Meine einzige Hoffnung war ein Klient, der sich mit einem Gespür für Timing ausgerechnet diesen Moment aussuchte, um zu mir zu kommen, und der mehr im Angebot hatte als eine entlaufene Katze oder eine stiftengegangene Ehefrau. Ich rechnete nicht damit. Heute lag nichts in der Luft, außer dem Duft des Herbstes. So wie all die Tage zuvor."

Ein desillusionierter Detektiv auf dem Tiefpunkt seiner Karriere.
Ein verschwundener Künstler mit einer phantastischen Fähigkeit.
Ein uraltes Dorf am Ende der Welt.
Und ein zeitloses Geheimnis, für das manche töten würden, um es zu bewahren oder in die Hände zu bekommen.

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